Die Weiterentwicklung der Vision, Schüler zu selbstständig lernenden und handelnden Menschen heranzuziehen, ist an der Villa Wewersbusch eine Gemeinschaftsaufgabe. Eine überschaubare Mitarbeiterzahl ermöglicht flache Hierarchien ohne aufgeblähte Führungspositionen, Aufgabenverantwortung wird bedarfsgerecht von den vorhandenen Lehrkräften übernommen. Das Kollegium der Villa Wewersbusch versteht sich als Gemeinschaft, die die innovative Idee der digitalen Schule weiter entwickelt und mit Leben füllt. Dazu bedarf es keiner vielschichtigen Hierarchie. Aufgaben werden unter den Lehrkräften aufgeteilt, jeder kann und soll Projektverantwortung übernehmen. Geschäftsführer und Visionär Florian Kesseler und Schulleiter Michael Löser bilden zwar die formale Führungsspitze, sind aber genauso Teil des Kreativ-Teams wie alle anderen Mitarbeiter auch. Die familiäre Atmosphäre und die hohe Motivation, neue Lehr- und Lernideen umsetzen zu wollen, sorgen für eine schnelle Umsetzungskraft innerhalb der Schule und in ihrer Vertretung nach außen.

Die Fachgremien an der Villa Wewersbusch arbeiten gemeinsam an der Verwirklichung des „digitalen Kernlehrplans“. Dazu werden klassische Ausrichtungen des Frontalunterrichts von den iPad-erfahrenen Lehrkräften unter Berücksichtigung der Möglichkeiten des digitalen Lernens und der modernen Technologien überarbeitet und an die Rahmenvorgaben des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen angepasst.

Durch stetige Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden ist es gelungen eine Akzeptanz für digitales Lernen unter Einsatz moderner Technologien zu erreichen. So werden die Experten der Villa Wewersbusch regelmäßig für Vorträge, Coachings und Fortbildungsveranstaltungen gebucht, um den Schulen und Lehrkräften in der Region die innovativen Lehr- und Lernmöglichkeiten näherzubringen. Auch benachbarte Regierungsbezirke und andere Bundesländer wie Bayern oder Berlin greifen inzwischen sehr gerne auf die Kompetenz der Wewersbusch-Mitarbeiter zurück, um ihre Lehrkräfte durch die motivierenden und visionären Lernprinzipien zu inspirieren.

Florian Kesseler hat vor mehr als fünf Jahren die Idee der 1-1 iPad-Schule initiiert und ist seit seiner Gründung Geschäftsführer des Standortes Villa Wewersbusch. Er arbeitet intensiv an der Verbreitung der Vision einer schülergerechten Lernumgebung und vertritt diese nach innen und nach außen mit Enthusiasmus und Begeisterungsfähigkeit.

Jeden Tag lässt sich der Querdenker auch selbst neu inspirieren, indem er die verschiedenen Klassen und unterschiedlichen Fächer „seiner“ Schule besucht, den Unterricht verfolgt und das Verhalten der Schüler analysiert. Er nutzt jede sich bietende Gelegenheit – ob persönlich auf Reisen durch Deutschland und Europa, als Gastautor in Blogs, über Presseartikel oder unter Zuhilfenahme der sozialen Medien – um die Villa Wewersbusch, die dahinter stehende Bildungsidee und die Lernerfolge der Schüler nach außen zu tragen und auch andere Menschen dafür zu begeistern. Auch hierbei lässt er sich durch andere Bildungsinstitutionen und von ähnlich denkenden Bildungsverantwortlichen immer wieder neu inspirieren. Gute Ideen dürfen übernommen werden, sei es in die eine oder andere Richtung. Sich inspirieren lassen heißt für Florian Kesseler aber auch, die Ideen und Prozesse an der eigenen Schule kritisch zu hinterfragen und so zu noch besseren Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu kommen, die den Schülern eine ideale Lernumgebung schaffen.

Die Villa Wewersbusch in Velbert-Langenberg ist eine staatlich anerkannte Ganztagsschule in privater Trägerschaft mit angeschlossenem Internatsbetrieb. Im August 2012 führte die Schule ein 1:1 iPad-Programm für alle Mitglieder der Schulfamilie ein, um einen völlig neuen, zukunftsorientierten Ansatz von Lehren und Lernen zu implementieren – einen Ansatz, bei dem eigenständiges Denken und verantwortliches Handeln im Mittelpunkt stehen.